Zahnärzte allgemeine Informationen
Zahnärzte arbeiten mit der Diagnose und der anschließenden möglichen
Behandlung von Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten. Des Weiteren beraten
Zahnärzte Patienten, wie sie Krankheiten vorbeugen können.
Heutzutage gibt es in jeder kleinsten Stadt ja mindestens einen Zahnarzt.
Wobei dies schon enorm wenig wäre. Dass die Zahnheilkunde bis ins fünfte
Jahrhundert vor Christus zurückgeht, mag man kaum glauben. Im Jahre 1728
erschien das erste Fachbuch über die Wissenschaft der Zahnärzte. Der
Franzose Pierre Fauchard brachte das zweibändige Lehrbuch „Le chirurgien
dentiste“ in diesem Jahr die Zahnheilkunde der Menschheit somit näher. 5
Jahre später, 1733, erschien das Buch auch in Deutschland. In Berlin fand
das Buch vom Franzosen in deutscher Sprache reges Interesse.
Der Beruf Zahnarzt
Um heute ein Zahnarzt bzw. eine Zahnärztin zu werden, muss man jedoch
einiges dafür tun. Ein Studium der Zahnheilkunde von langen zehn Semestern
lässt sich da leider nicht umgehen. Im Anschluss müssen drei Prüfungen
abgelegt werden. Nach dem erfolgreichen Staatsexamen ist eine zweijährige zu
absolvierende Tätigkeit als Assistenzarzt bzw. Assistenzärztin von Nöten.
Eine naturwissenschaftliche Vorprüfung, eine zahnärztliche Vorprüfung und
eine zahnärztliche Prüfung. Einer Studie zu Folge promoviert jeder zweite
Absolvent, der das Staatsexamen in der Tasche hat, zum Dr. med. dent. .
Jeder kennt ihn - den Kieferorthopäden - doch wussten Sie, dass jeder
Kieferorthopäde zusätzlich zum Studium von zehn Semestern, eine vierjährige
Weiterbildung abgeschlossen hat?
Bis 1952 war die Berufsbezeichnung "Dentist" eine neben den Zahnärzten
existierende Berufsgruppe. Diese Berufsgruppe hatte eine Ausbildung zum
Zahntechniker absolviert und im Nachhinein eine zweijährige Weiterbildung
zum Dentisten. 1952 wurde diese Form des Werdegangs von Zahnärzten dann
abgeschafft. Dentisten, welche bis 1952 als solche gearbeitet hatten,
durften jedoch weiter mit der Berufsbezeichnung als Zahnarzt bzw. Zahnärztin
fungieren.
Zahnärzte können in jeder freien Praxis selbstständig ihre Praxis eröffnen,
oder in einer Praxis oder Klinik als Zahnarzt bzw. Zahnärztin eingestellt
werden. Im öffentlichen Dienst verdienen Zahnärzte zwischen 3500 und 4400
Euro brutto. Einer Statistik zu Folge verdiente ein selbstständiger Zahnarzt
dagegen ca. 8300 Euro brutto im Jahre 2000.
Die Angst vor dem Zahnarzt
Ein schwerwiegendes und doch auch nicht allzu seltenes Problem stellt die
Behandlung von so genannten Angstpatienten dar. Fast jeder Mensch hat eine
gewisse Portion Scheu und eine Mischung aus Angst und Respekt vor dem Termin
mit dem Zahnbohrer. Sobald aber erweiterte Angstzustände entstehen, sowie
Schweißausbrüche, oder regelrechtes Zittern vor dem bevorstehenden Termin,
spricht der Fachmann schon von einer Zahnarztphobie ( eine ausgebreitete
Zahnarztangst ). Bei jedem zehnten Einwohner in Deutschland kommt es sogar
vor, dass die Angstpatienten erst gar nicht den Termin beim Zahnarzt
wahrnehmen, weil sie so schreckliche Angst vor dem Zahnarzt haben. In
Norddeutschland sind es sogar sagenhafte 23 Prozent - also fast jeder vierte
Norddeutsche! Doch wodurch kommt diese vermehrte Angst vor dem Zahnarzt? Die
Grundbasis wird meist schon in der Kindheit gelegt. Meist sind es dann
schlechte Erfahrungen, die man selbst beim Zahnarzt erlebt hat, oder aus
Berichten Bekannter, Verwandter oder Freunden, welche keine guten
Erfahrungen beim Zahnarzt gemacht haben.
Daher ist es umso wichtiger,
überhaupt mit dem Kind zum Zahnarzt zu gehen. Bei den ersten Erfahrungen
mit dem Zahnarzt als Kind, müssen Eltern und Zahnärzte umso vorsichtiger im
Umgang mit den Kindern sein. Ein ruhiges Zusprechen ist ein wichtiger
Faktor. Denn, wenn man als Kind schlechte Erfahrungen gemacht hat, ist die
Chance im späteren, auch schon im Alter, keine Angst mehr zu haben, relativ
gering. Selbst mit dem stärksten Zahnschmerz sucht kein Angstpatient eine
Zahnarztpraxis auf. Die daraus resultierenden Ergebnisse der Zähne lassen
sich dann logischer Weise selten besser kompensieren. Sich jedes halbe Jahr
einmal zum Zahnarzt des Vertrauens zu begeben ist nicht nur eine Empfehlung,
sondern eigentlich das Mindestmaß an Kontrolle der eigenen Zähne. Für die
Angstpatienten ist es enorm wichtig, dass eine, für sie, angenehme
Atmosphäre der Praxis vorhanden ist.
Ein weiterer wichtiger Faktor, den
wenige Leute vermuten, ist da auch die Wartezeit im Wartezimmer. Denn umso
länger ein Angstpatient im Wartezimmer sitz und wartet, umso mehr
schreckliche Gedanken könnte er sich ausmalen. Zahnärzte, welche keine
Erfahrung mit Angstpatienten haben, kommen dabei selten nicht auch zu
Ängsten. Denn so eine Behandlung mit einem Angstpatienten kann sehr
nervenaufreibend sein - ja bis hin zur Unmöglichkeit einer Behandlung des
Patienten führen. Bei Angstpatienten wird häufig eine Narkosespritze
angewandt, damit sie erst gar keine Schmerzen empfinden. Ist die
Zahnarztphobie sogar vollkommen ausgeschöpft, wird auch zur Vollnarkose
gegriffen, damit keine Probleme durch Angstreflexe des Patienten entstehen
können. Bei einigen Patienten helfen derweil sogar schon angenehme
Meditationsmusik oder ein leichtes Beruhigungsmittel.