Material der Implantate
In der heutigen Zeit entscheiden sich immer mehr Menschen für das
Zahnimplant. Dieser Zahnersatz gibt doch immerhin die Garantie, dass man
auch weiterhin kraftvoll zubeißen kann. Der Patient erliegt nicht der
Gefahr, sein Gebiss zu verlieren, wenn er in ein hartes Lebensmittel beisst.
Weiterhin muss sich der Patient nicht mit der Frage beschäftigen, ob er sein
Gebiss über Nacht in dem Mund lässt und es eventuell am nächsten Morgen in
seinem Bett suchen muss. Selbst wenn es ein Gebiss gibt, dass man mit
Druckknöpfen am Kiefer befestigen kann, so ist das Implantat durchaus
begehrter.
Ist ein Zahnersatz von Nöten, muss sich der Patient nicht nur für das Gebiss
oder das Implantat entscheiden, sondern auch noch für das Material. Momentan
gibt es zwei verschiedene Materialien für Zahnimplantate. Daher stellt sich
dem Patienten die Frage, ob er sich für Titan oder Keramik entscheiden soll.
Beide Materialien unterliegen keinem Alterungsprozess und bieten durchaus
ihre eigenen Vorteile. Da der Zahnarzt seinen Patienten nur beraten kann,
muss dieser doch die letzte Entscheidung des Materials alleine fällen. Für
die Entscheidung ist es wichtig, die Unterschiede der beiden Materialien zu
kennen.
Titan ist ein Material der Implantate und hat sich als gute Verträglichkeit
bewiesen. Da ein Implantat ein Fremdkörper ist, muss das Material eine
Biokompatiblität aufweisen. Titan wird praktisch nie von dem Körper
abgestoßen und führt auch zu keinen allergischen Reaktionen. Die
Körperverträglichkeit von Titan wurde schon auf der ganzen Welt bewiesen, wo
nicht ein einziger Mensch negativ auf dieses Material reagiert hat. Die
Oberfläche des Materials, umgibt sich mit einer Oxidschicht aus
nichtleitenden Ionen, dieses wirkt sich schützend aus, denn es wird ein
chemischer Austausch zwischen dem Metall und dem Gewebe verhindert. Somit
ist es auch kein Wunder, dass das Material Titan für Implantate verwendet
wird. Titan ist nicht nur ein Material der Implantate, sondern wird schon
für die Luftfahrt, der Chirurgie, der Schmuckherstellung und dem Uhrenbau
verwendet. Titan ist ein Material, dass mit einer Korrosionsbeständigkeit
gegen Säuren, Basen und anderem, sehr praktisch ist. Selbst als Piercing
wird Titan von Ärzten empfohlen, damit die Patienten nicht an einer
allergischen Reaktion leiden müssen, nur weil sie den Körperschmuck tragen
möchte. Die Preise für Titanprodukte sind allerdings nicht immer sehr
günstig, was man bei einem Zahnimplantat deutlich erkennen kann. Aber wie in
so vielen Fällen des Lebens, hat Qualität nun einmal ihren Preis.
Keramik, das andere Material der Implantate, ist eine gute Alternative zum
Titanimplantat. Schon in den 70er Jahren gab es Implantate aus Keramik, die
sich aber auf Dauer nicht durchgesetzt haben. Damals gab es viele
Implantatbrücke bei dem Keramikimplantaten. Durch die Entfernung der
Implantate litten viele Menschen unter einem Knochendefekt, immerhin war es
nicht so einfach, die Implantate wieder zu entfernen. In der jetzigen Zeit
wurde der Werkstoff Keramik erheblich verbessert, so dass es wohl nie wieder
zu solchen Brüchen kommen wird. Allerdings ist das Keramikimplantat auch in
der heutigen Zeit noch lange nicht so beliebt wie das Titanimplantat, daher
liegen leider auch noch keine Langzeiterfahrungen vor. Fakt ist aber, dass
sich der Kieferknochen sehr gut an diesem Material anlagert. Das
Keramikmaterial besteht aus Zirkoniumdioxidkeramik, was dafür bekannt ist,
extrem bruchfest zu sein. Der Vorteil der Implantate aus Keramik liegt
darin, dass die Zahnfarbe kein dunkles Durchschimmern aufweist, was bei
Titan vorkommen kann. Außerdem passt sich Keramik gut an den Knochen an und
weist ein hervorragendes Weichsgewebsverhalten auf. Allerdings gibt es auch
einen Nachteil, der sich ganz klar an den hohen Materialkosten bemerkbar
macht. Ein Keramikimplantat kann leicht das doppelte kosten, wie ein
Implantat aus Titan. Es ist aufgrund der Geschichte des Keramikimplantats
und der Kosten auch kein Wunder, dass dieses Material doch eher als
Außenseiter geführt wird.